Mein Arbeitsprozess – wie läuft ein Projekt ab?

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Mein Arbeitsprozess – Einblick in einen »typischen« Projektablauf

Jeder Designer hat seinen eigenen Arbeitsprozess, mit dem er Projekte abwickelt. Falls Du mit mir zusammenarbeiten möchtest und Dich fragst, wie zum Beispiel die Neugestaltung deiner Website abläuft, gebe ich Dir hier einen Einblick in einen »typischen« Projektablauf.

Schritt 1: Projektanfrage

 
Erstkontakt

Der Erstkontakt erfolgt in der Regel über das Projektanfrage-Formular, eine Mail oder einen Anruf, in dem Du grob von Deinem Vorhaben erzählst. Je mehr Infos Du mir gibst, desto besser kann ich frühzeitig beurteilen, ob ich der Richtige für Dein Projekt bin. Dafür müssen ein paar Kriterien erfüllt sein:

  • Das Projekt ist spannend und/oder interessant.
  • Die Chemie zwischen uns scheint zu stimmen.
  • Du stehst mit Leidenschaft hinter Deiner Idee.
  • Du bist offen für Fragen, Anregungen und Kritik.
  • Die Zusammenarbeit soll Spaß machen.

Ausschlusskriterien sind zum Beispiel Sätze wie »Wieso Ziele? Ich will doch noch nur schöne Website«, »Ich brauche nur jemanden, der das schnell zusammenschiebt, das Design hab ich schon fertig« oder »Wir fangen erst mal an, das mit der Zielgruppe machen wir später …«

Mehr dazu findest du unter anderem in meinem Manifest als Gestalter.

Meine Antwort

Auf Deine schriftliche Anfrage antworte ich in einer Mail, in der ich auf Deine Fragen und Vorstellungen eingehe und Dir mitteile, ob ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen kann oder nicht. Falls ja, folgt ein erstes Gespräch (persönlich, per Skype oder telefonisch).

Das erste Gespräch

Im ersten Gespräch lernen wir uns kennen, führen offene Diskussionen und löchern uns gegenseitig mit Fragen.

Zu diesem Zeitpunkt kann ich Dir übrigens noch keinen konkreten Preis nennen, da Preise, vor allem für digitale Projekte, stark vom Umfang und den benötigten Funktionen abhängen. Eine Preisspanne kann ich Dir aber in der Regel im ersten Gespräch schon nennen.

Wenn wir uns beide darüber im Klaren sind, wo die Reise hingehen soll, kommt der nächste Schritt.

Exkurs: Rahmenbedingungen

 
Zuständigkeiten

In erster Linie bin ich für Konzeption, Gestaltung und, je nach Projekt, die Koordination von Partnern zuständig und nicht für die Inhalte, die Du kommunizieren willst. Du weißt schließlich selbst am besten, was Du Deinen Kunden zu sagen hast ;-) Dennoch werde ich Inhalte hinterfragen und aktiv Vorschläge unterbreiten.

Auf Wunsch hole ich auch gern Experten wie professionelle Texter, Filmemacher oder 3D-Spezialisten aus meinem Netzwerk ins Boot.

Wer von uns wann welche Aufgaben übernimmt, halten wir vor Beginn des Projekts fest. So kennen alle am Projekt Beteiligten ihre Aufgaben – zum Beispiel weißt Du, wann ich Texte und Fotos von Dir benötige und kannst sehen, welche Meilensteine wann erreicht sein werden.

Vertrauen und Rollenverteilung

Die Basis unserer Zusammenarbeit ist Vertrauen und Offenheit. Du musst Dich darauf verlassen können, dass mein Wissen, meine Erfahrungen und meine Fähigkeiten Dein Problem lösen können. Ebenso muss ich mich darauf verlassen können, dass Du Deine Aufgaben erfüllst, den Zahlungsplan und das Angebot einhältst und die Rollenverteilung respektierst:

Ich möchte mit Dir arbeiten, nicht für Dich – oder im schlimmsten Fall gegen Dich. Meine Entscheidungen und Vorschläge basieren auf meiner Ausbildung, meiner Erfahrung und projektspezifischen Analysen. Sie zielen darauf ab, die vereinbarten Projektziele und/oder Deine Business-Ziele zu erreichen. Du kennst Dich in Deinem Markt aus, definierst Deine Zielgruppe und formulierst die Ziele, die wir zusammen erreichen wollen. Diesen Prozess können wir auch gern in einem Discovery-Workshop gemeinsam erarbeiten.

Inhalte

Meine Designs und Lösungen kommen nicht von der Stange, sondern sind auf Dich zugeschnitten. Ich kann (und möchte) nicht mit Blindtexten und Platzhalterbildern arbeiten, sondern beginne mit der Designarbeit erst dann, wenn Du mir die nötigen Inhalte geliefert hast.

Der Grund dafür ist einfach: Unter Einsatz von Blindtexten und Platzhalterbildern entstehen ideale Layouts, die man sich als Gestalter wünscht. Ein Bild, eine einzeilige Headline, darunter exakt fünf Zeilen Text – sieht perfekt aus. Bis der reale Inhalt geliefert wird: Plötzlich wird die Headline zweizeilig, der Text darunter erstreckt sich über viermal so viele Zeilen wie gedacht … und schon wirkt das Layout nicht mehr stimmig. Wenn ich aber von Beginn an mit realen Inhalten arbeite, kann ich das Design wesentlich besser an die späteren Gegebenheiten anpassen.

Budget und Honorar

Von einigen wenigen Projekten abgesehen, rechne ich Projekte nicht auf Stundenbasis ab, sondern mit einem pauschalen Honorar. Dieses berechnet sich nach den Zielen, dem Arbeitsumfang, den Leistungen und dem Zeitplan des Projektes.

Das hat unter anderem den Vorteil, das kleinere Ergänzungen zur Verbesserung der Usability ohne Aufpreis erledigt werden können und Du in puncto Budget Planungssicherheit hast – es kommen also keine nachträglichen Rechnungen.

Schritt 2: Angebot und Vertrag

Sind wir uns bis hierhin einig, bespreche ich zusammen mit meinen Partnern das Projekt und schicke Dir ein Angebot, das ich gern im Einzelnen mit Dir durchgehe. Zum Angebot gehört auch ein Vertrag und ggf. ein Leistungsdokument bzw. Pflichtenheft. Ist der Vertrag unterschrieben und der im Zahlungsplan vereinbarte erste Abschlag bezahlt, kann das Projekt starten.

Schritt 3: Das Projekt beginnt

Wenn die notwendigen Formalitäten erledigt sind, beginnt der Designprozess. Dieser gliedert sich in mehrere Phasen, die von Projekt zu Projekt variieren können. In der Regel gibt es eine Discovery-Phase, eine Strategie-Phase, eine Kreations-Phase (und Produktions- oder Entwicklungs-Phase) und am Ende die Launchphase.

Die Discovery-Phase

In dieser Phase beschäftige ich mich intensiv mit Dir und der Frage, wie wir Deine Ziele am besten erreichen können. Dazu analysiere ich Deine »Probleme«, sehe ich mir Deine Zielgruppe und Deine Konkurrenz an und entwickle erste Ideen für eine konzeptionelle Ideen.

Einen Vorschlag zur geeigneten Designrichtung visualisiere ich zum Beispiel in Moodboards oder einem sogenannten Stylescape, bestehend besteht aus Stimmungsbildern, Designelementen, Farben, Schriften und Screenshots anderer Websites. Das alles dient dazu, die Richtung zu veranschaulichen, die ich mir für das Projekt vorstelle. Zusammen besprechen und verfeinern wir das Stylescape bis die Designrichtung stimmt. Damit haben wir die Grundlage für die nächsten beiden Phasen geschaffen.

Beispiel für ein Stylescape für einen meiner Kunden
Ein Stylescape dient zur Visualisierung des angedachten »Look & Feel«. Für meinen Kunden SENSIT, ein Coaching- und Fortbildungsunternehmen, wollte ich ein belebendes, selbstbewusstes, positiv und mit jeder Menge Energie aufgeladenes Design schaffen.
Konzeption / Strategie

Aus den vereinbarten Projektzielen, den Ergebnissen der Discovery-Phase und dem Moodboard/Stylescape entwickle ich ein Konzept mit ersten Ideen für die Website.

Jetzt geht es darum, eine logische Struktur zu schaffen, Inhalte zu organisieren und die benötigten Funktionen zu ermitteln, damit Deine Kunden später intuitiv und mit Freude auf der Website zurechtkommen (Stichworte: Usability & User Experience).

Je nach Angebot geschieht dies zunächst anhand von Wireframes, die mittels einfacher geometrischer Formen den groben Aufbau der Website visualisieren. Manchmal verschmelzen Wireframing und Sceendesign auch zu einer Phase, wenn zum Beispiel lediglich ein Redesign beauftragt wurde und die vorhandenen Inhalte (Text, Bilder etc.) erhalten bleiben sollen.

Kreation / Design

Nach Freigabe des Konzeptes beginnt die gestalterische Umsetzung der bisherigen Ergebnisse: Je nach Angebot gestalte ich sämtliche Seitentypen für die Desktop- und mobile Ansicht und teste diese auf den jeweiligen Geräten auf optimale Usability.

Den Designvorschlag kannst du Dir in einem klickbaren Prototypen anschauen, damit Du eine realitätsnahe Vorstellung der späteren Website bekommst. Gemeinsam sammeln und besprechen wir Deine Änderungswünsche, bevor ich diese umsetze und einen aktualisierten Prototyp schicke.

Ist das Screendesign freigegeben, beginnt die Entwicklung.

Entwicklung & Launch

Da ich (bei komplexeren Websites) nicht selbst für die Entwicklung der Website zuständig bin, übernimmt ab hier ein professioneller Webentwickler. Auf Grundlage des freigegebenen Designs stelle ich dem Entwickler sämtliche Dateien zur Verfügung, die zur Umsetzung der Website nötig sind.

Ich übernehme außerdem die Koordination der weiteren Arbeiten und bin weiterhin Dein Ansprechpartner bei Rückfragen.

An einem bestimmten Punkt im Prozess erhältst Du von mir einen Link in die Entwicklungsumgebung, in der du ggf. Inhalte auf Deiner neuen Website einpflegen kannst.

Nach Freigabe der fertigen Website wird diese von der Entwicklungsumgebung auf den Live-Server Deines Hosting-Anbieters übertragen und das Projekt ist beendet.

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